26.8.06

MYSTERIÖSITÄTEN!

So, und jetzt kommen ein paar Eigenarten, die man nicht mit Worten erklären kann, deshalb bleibe ich bei einer kurzen Beschreibung des Bildes:

ich hoffe, ich verletze jetzt keine Urheberrechte, aber WIE KANN MAN SEINEN TIERSHOP HEAVY PETTING NENNEN???

So werden abgefallene Busknöpfe repariert!

Dieses Bild hat mich doch sehr an Portugal erinnert! Aber die Portugiesen haben erst seit ein paar Jahren Ampeln. Wieso brauch die Welt solche Schilder. Und das ist ja nicht das einzige, aber alles hier rein zu stellen wär echt zu viel!

Und das ist die kleinste Zeitschrift der Welt, die auf einer Flasche klebt. Toll, wa?

Und man kann hier auch Essen aus der Tupperdose kaufen!

Also, mit diesen Bildern will ich euch, meinen Liebsten mal zeigen, wie absolut schräg hier alles ist. Ich wünschte ich würde das alles mit euch gemeinsam entdecken, aber ich schaff das schon! ich hab euch alle ganz doll lieb!

Mein erster großer Trip: Ab in die Blue Mountains


Durch Janina habe ich noch zwei weitere süße Mädels kennengelernt: Sarah und Susi. Nun waren wir zu viert und voller Elan irgendetwas zu tun, bevor es zu heiß ist und man nur am Strand rumgemmaln möchte.
Also beschlossen wir in die Blue Mountains zu fahren, was einer DER Touristenattraktionen ist, die man so in New South Wales zu besichtigen hat. Tut mans nicht, is man schön blöd. Naja, ich Stadtkind und Natur?! Naja, ich sah das alles ein wenig skeptisch, aber wir taten es.
Janina schlief bei mir und wir trafen uns morgens mit Sarah und Susi. WIr nahmen den Bus und fuhren erst einmal in den Känguruhpark.
Dort sahen wir viele schlafende Känguruhs, aber auch ein paar, die wach waren. So stehend sind die ja noch viel cooler als liegend. Endlich verstand ich, wieso alle auf diese Viecher so stehen! Ich steh jetzt auch auf die!
Naja zurück zum Thema: Wir fuhren weiter und endeten auf einem einsamen Parkplatz und dann gings auch los, ab in den Busch! Wildnis, hohe Bäume, plätscherndes Wasser, Höhlen und nur knapp zu überwindende Steine bekamen wir auf unser 3 stündigen Wandertour zu sehen und zu fühlen. Es war hart aber doch irgendwie geil.
Abends im Hostel haben wir uns dann (nach dem Pizzaessen und der verzweifelten Suche nach einen Pub) über unseren Alkvorrat, den wir uns vorher aus dem Bottleshop geklärt hatten, hergemacht. Ein sehr lustiger Abend. Irgendwann sind wir alle schlafen gegangen, aber wir haben im nachhinein festgestellt, dass niemand so wirklich viel und gut geschlafen hat. Am nächsten Tag( nach dem geilsten Frühstück überhaupt) wieder los in die Berge. Lange bekamen wir nur Straßen und Häuser zu Gesicht, aber irgendwann waren sie da:
BERGE!!! Blaue Berge. SEHR COOL!!! Wir vier waren auch sehr gut aufeinander abgestimmt, es hat einfach gepasst, ohne dass es mal ein blödes Rumgezicke gab (so wie bei den Hostellschnacken). Es war ein wunderschöner Trip und ich dank euch Mädels dafür. Es wird sicher nicht der letzte gewesen sein!

Neue Bekanntschaften

Wenn man dann schon soviel erlebt hat, wie ich, dann möchte man seine Erlebnisse gerne mit jemanden teilen. Natürlich habe ich bis jetzt alles mit meinen Freunden (ICH LIEBE EUCH) geteilt, aber so jemanden dabei in die Augen sehen ist schon was, was mich dazu animiert hat, andere Menschen kennenzulernen. Also habe ich ein paar Emails von anderen Aupairs beantwortet und mich auch mit einigen getroffen. Aber mein ultimatives Treffen hatte ich mit Janina.

Wir waren zusammen Kaffeetrinken und danach im Hydepark, der ja auch wirklich wie von Gott in die Stadt reingeschissen aussieht, wenn ihr versteht, was ich meine. Passt so gar nicht dahin, is ganz klein und irgendwie ohne SInn und Verstand, aber man kann da gut sitzen und sich asiatische Touristen reinziehen.
Am Wochenende nach unserem Treffen sind wir auch erstmal shoppen gegangen.
KleinKlara wurde ja schon vor dem Trip vom Pech verfolgt (kaputte Brille, kaputter Computer, Auto auf Fuß etc etc) und dieses Pech verfolgte mich bis hierher (schlüssel verloren (gott sei dank wieder da) Übelkeit in den ersten tagen, Kamera verloren oder geklaut und meine Hosen gingen alle kaputt). Das Problem mit ohne Kamera hatte ich schon gleich in den ersten Wochen gelöst, aber das Problem mit den Hosen war so im Moment das schlimmste. Und wo kauft man in Sydney Hosen ohne viel Geld auszugeben? In Paddys Market, das ist unter nem schönen Kaufhaus wie so n Ramschschwarzmarkt.
Sehr cool. So viel Scheiße hab ich noch nie auf einem Haufen gesehen, aber jetzt hab ich ein paar Hosen mehr.

Es gibt dort Männer, die machen Musik mit Flaschen, Menschenaffen, die einem komische Hüte aufsetzen und dafür Geld verlangen und Brücken, die man nur mit Klettern überwinden kann. Wir haben also auf dieser Shoppingtour unser Leben öfter als einmal riskiert, aber es hat sich gelohnt. Das shoppen mit Janina war es sehr lustig und wir verstehen uns voll knorcke. Hätt nich gedacht, dass ich jemanden kennenlerne, der so auf meiner Wellenlänge ist. DIe Arme muss sich jetzt aber alles über meinen Freund und meine Freunde anhören, ich hoffe sie leidet nich allzusehr.

Menschen kennenlernen ist einfach. Ich war mit einem anderem Mädchen hier in einer Bar und wir kamen uns nach einer Weile wie beim Staffellauf vor, bloß das wir die Stäbe waren, die rumgereicht wurden. Eine halbe Stunde mit denen gequatscht, die mussten dann abhauen und promt saßen neue Leute an unserem Tisch. Und das ging ca 2 std so weiter.
Auch an der Town Hall lernt man im Flug Leute kennen. Ich saß da ne Viertelstunde und hatte ca 20 neue Punkfreunde. Sehr cool. Und vor allem sind die da so oft, dass immer wenn ich daran vorbeilaufe, ich jemanden kenne, was für mich als "Touri" natürlich was ganz besonderes ist, in der Stadt rumzulaufen und Dort Beiheimatete zu kennen.
TOWN HALL:

Stadtwanderung und Zoo

Langsam hatte ich mich so eingelebt, dass ich auch mal allein in die Stadt gelaufen bin. Leider hatte ich vergessen, in den Wetterbericht zu schauen und so begann auf halber Strecke der Regen.

Die Stadt ist zu Fuß ca. eine Stunde entfernt, was sich wahrscheinlich auch ein wenig dadurch in die Länge gezogen hat, dass es auf einmal sehr düster wurde, und der Sydney Tower, an dem ich mich eigentlich orientieren wollte, nicht mehr sichtbar war. Na irgendwann hab ichs geschafft... Dann kam das nächste Problem: ich (ein totaler Regenschirmhasser) musste mit dem Riesenregenschirm der Familie durch die Georgestreet laufen, und da hatten auch alle riesen Regenschirme... Mindestens 30 Köpfe habe ich gerammt und mindestens 2 Menschen ihr Augenlicht genommen. Aber was solls, sie sind ja hier alle so höflich und nett, das hat denen gar nichts ausgemacht! Nicht mal blöde geguckt haben die. Komische Menschen hier.

An einem Wochenende waren die Kleine, ihre Mutter und ich im Toronga Zoo. Das ist ein sehr großer Zoo und man hat einen tollen Blick auf die Oper und die Harbourbridge. Der Zoo ist so groß, dass der ne eigene Fährenhaltestelle hat und ne Seilbahn, wo man von einem Ende zum anderen fahren kann. Mein erstes Mal in einer richtigen Seilbahn (ich lauf ja kein Ski oder so).

Abgesehen davon, dass die Tiere irgendwie alle zum großteil gepennt haben, war es sehr schön und interessant.
Da gibt es auch einen Kinderspielplatz zwischen Schafen und Hühnern. Auch ein komisches Gefühl. Man kommt nach Australien um möglichst exotische Tiere zu sehen und man trifft auf (Meiner Meinung nach) typisch deutsche Tiere. Aber die Känguruhs und Echsen und Schnabeltiere haben dieses komische Gefühl bald wieder aufheben können.

Das Känguruhgehege zum Beispiel war total frei, man war nur einen Holzbalken von den schlafenden Tieren entfernt. Ich war total begeistert.
Guckt mal, da bin ich mit der Kleinen vor den Zebras (Martins) und den Giraffen (Melmans). Wer Madagaskar geguckt hat, weiß was ich meine;-)

Der Einzug und die ersten Tage im richtigem Leben

Am Donnerstag zog ich dann in die neue Familie und am Samstag sind wir dann erstmal mit dem schicken Segelboot rausgefahren und ich sah zum ersten Male im vollen Ausmaße die Skyline von Sydney.
Wunderschön. Viele große Häuser.
Wir sind dann auch ein wenig aufs offene Meer hinausgefahren, was aber dann ein wenig zu viel für mich war. Ich wurde noch nie in meinem ganzen Leben seekrank, aber da passierte es! ich war geschockt und hatte wieder etwas über mich gelernt. Wellen sind Feinde, keine Freunde.
Aber trotzdem war es ein wunderschöner Trip.
In der ersten Woche lernte ich dann auch ein wenig das Gebiet, in dem ich lebte näher kennen. Völlig fasznierend, es erinnert mich total an ein kleines Dorf, obwohl es nur eine Viertelstunde mit dem Bus von dem Zentrum entfernt liegt. Total kleine süße Häuser, viele Familien mit Kindern und Hunden und alle lächeln einen nett an. Nichts, dass ich was gegen Freundlichkeit habe, aber es ist ungewohnt für ein Großstadtkind wie mich angelächelt zu werden.
Am nächsten Wochenende waren wir wieder mit dem Segelboot draußen, diesmal schien auch die Sonne ganz schön. Bei der zweiten Segeltour sind wir auch mit dem Beiboot an einen Strand gefahren, wo ich im tiefsten WInter mit einem Bikinioberteil mir die Sonne auf den Körper scheinen lassen habe. ich wiederhole es gern: Wir haben hier TIEFSTEN WINTER!!!
Es ist toll, auf einem Boot was zu essen. Man kann da richtig drauf wohnen, war für mich völlig neu.
Aber ich glaub, ich lass lieber Bilder sprechen, da kann man sich ein besseres Bild von dem machen, was ich so neues erlebt habe:



Die ersten Tage: Horror


Es war schecklich... Ich kam um 6 uhr morgens an, völlig gerädert ( ich hatte nämlich nicht so tolle Spiele auf meinem Flug) und erstmal mir n Stadtplan von Sydney gekauft. Als ich mir den ansah war ich geschockt: Sydney ist RIESIG, aber das Zentrum (der wirklich interessante Part) ist richtig klein. Na was solls, ab in so nen Shuttlebus, was auch scharf war, denn völlig müde nen 1,45 m großen, alten Inder zu verstehen war auch etwas, dass es in sich hatte. Er war verständnissvoll und hat mich nicht nach dem 5.mal nachfragen gehauen. Das war der Moment, der mich überzeugt hat, dass die Australier sehr freundlich sind.
Hat mir trotzdem nicht viel genützt, mir gings einfach nur schlecht. Vor allem das Heimweh machte mir zu schaffen. Die Leute, die man liebt nicht mehr in die Arme schließen zu können, oder keine stundenlangen sinnlosen Telefonate führen zu können, oder mit ihnen aufm Kreuzberg (mein persönliches BerlinHighlight) zu chilln.
Im Hostel angekommen konnte ich direkt in mein Zimmer, ein 8 Bett-Zimmer. Abgesehen davon dass ich wirklich keine Probleme habe, mit fremden Leuten in einem Zimmer zu schlafen, war es doch sehr bizarr. Teilweise kamen Mädels mitten in der Nacht, haben sich angezickt und sonst was. Das hat mir nichts ausgemacht, ich hab eh nicht geschlafen aber ich hatte Mitleid mit meinen anderen Mitbewohnern, die wirklich unsanft aus dem Schlaf gerissen wurden, weil die Bagpackermädels ihre Bagpackergrundsätze lautstark diskutieren mussten..
Um 10 uhr morgens hatte ich dann mein Treffen mit der Koordinatorin meines Aufenthalts. Die schickte mich am selben Tag meiner Ankunft in die erste Familie, die jetzt auch meine Hostfamilie ist. Ich habe gepennt, bin zu der Familie, zurück ins Hostel und habe (wie früher, als ich 12 war ) unter der Bettdecke (damit die anderen von meinem Licht nicht geweckt werden) mir ein Buch nach dem anderen reingezogen.
Auch hatte ich nicht meinen Kopf so klar (scheiß Jetlag) dass ich mich um mich gekümmert habe... Duschen hab ich noch hingekriegt, ins Internet Emails schreiben auch, aber mir was zu essen oder zu trinken zu organisieren, dass war schon echt schwer für mich.
Im Hostel lernte ich auch ein ganz tolles Mädchen kennen, die aus der Nähe von Prag kam und 5 Monate in Australien studiert hat. Wir gingen zusammen ins Auquarium. Zum ersten mal in den drei Tagen war mir nicht mehr schlecht, ich fühlte mich nicht scheiße und hatte einen ganz kleinen Tick weniger Heimweh.
Bei den Fischen auch kein Wunder.

Intro


Also, hi ich bins die Klara in Down Under,
da ich mich für so wichtig halte, und mal testen wollte, wie das so funktioniert, habe ich mir gedacht, dass ich mein Erlebtes hier im Internet veröffentliche. Wenn Rechtschreibfehler auftauchen sollten, entschuldige ich mich dafür vielmals, ich habs einfach, seitdem ich aus der Schule draußen bin nicht mehr so mit schreiben. Und wenn "h´s" fehlen, liegst an meiner Tastatur, muss da richtig draufkloppen, bis eins da ist.
Da ich ja auch schon sei 1 1/2 Monaten hier bin und von der ersten Woche keine Fotos habe (geklaute oder verlorene Kamera) muss ich erst alles ein wenig Revuepassieren lassen, könnte eine Weile dauern, bis ich alles richtig auf die Reihe kriege... Also bitte Geduld und
ENJOY YOURSELF!