Nach dem Tauchen bin ich dann mit Susi zu Janina. Wir waren irgendwie alle nicht ganz sooo fit und haben dann bei Janina gechillt.
Zu Janina zu kommen muss man erst in die Stadt fahren, dann mit dem Zug und dann eigentlich eine 3/4 std laufen. Janina hatte uns auch noch eine Wegbeschreibung per sms geschickt, aber wer wie ich Probleme mit rechts und links hat, verläuft sich dann auch!Sehr verzweifelt hielten wir ein Auto an, dass uns doch den Weg auf der Karte zeigen sollte. Nach 10 Minuten Rumspringen auf der Straße hielt dann auch ein Auto an. Ein älterer Chinese, der sich in der Gegend überhaupt nicht auskannte und die Karte auch nicht verstand, fuhr uns dann ( mithilfe von Janinas Wegbeschreibung) zu Janina. Also, ich bin getrampt!! COOL, wa?!
Bei Janina angekommen haben wir total geil gechillt, in dieser Riesenvilla mit den geilsten Sesseln der Welt ist das auch kein Problem.
Irgendwann wars 2 und wir haben zu dritt in Janinas Bett gepennt, was für Susi anscheinend nicht soooo toll war, aber was solls;-)
Da wir einen langen Sonntag geplant hatten, sind wir auch dementsprechend um 7 aufgestanden. Um 8 wollten wir los, aber es kam anders. Als Janina abschließen wollte, fiel ihr auf, dass der Schlüssel innen noch steckte! Katastrophe, Katastrophe. Ich fands lustig, weil normalerweise mir sowas passieren würde. Naja, nachdem wir dann den Schlüsseldienst angerufen hatten mussten wir warten. Um unsere Wartezeit zu verkürzen und weil der Schlüsseldienstmann so genuschelt hat, haben wir ihn 3 mal angerufen. Er kam, erledigte seinen Job und fohr uns netterweise zu der Bushaltestelle, die wir benötigten. Man muss dazu sagen, dass in dieser Gegend alles immer weit weg ist, grade wenn man es braucht und es ist hügellig, also waren wir echt dankbar.





Im Bus haben wir uns dann erstmal angeregt mit "MR. Busdriver" unterhalten, bzw er hat erzählt und wir haben gelacht, weil der total lustig drauf war. Mitte 50, so ne coole Ski-Sonnenbrille und (wie sagt Julia immer) "Mösenbart" in grau. Herrlich.
Nach 1 1/2 std Bus kamen wir dann dort an, wo wir hinwollten. Palm Beach! Dort sind wir erst einmal am Strand rumgewandert, was total schön war, aber doch echt kalt!
Ab in die Fähre und auf die andere Seite gefahren! Da sah es aus wie auf "der Insel", doch RICHTIG reich! Große Wochenendhäuser, Tische und Stühle am Strand und gegrillt haben die auch noch! Aber das war nicht wichtig, denn wir wollten, trotz Buschwarnung und Rauchwolken am Himmel in den Busch, Aboriginiekunst und eine ganz tolle Aussichtsplattform angucken. Aber das klappte nicht, denn wir fanden den blöden Wanderweg nicht! Und die reichen Leute dort wussten auch von nichts. Leicht gefustet legten wir uns an den Strand. Es war zwar windig und kalt aber doch sehr schön.
Und dann gings wieder auf die Fähre, ab in die Stadt und dann zu mir.
Wir haben uns kurz frisch gemacht und sind dann los, erstmal ins Exchange und dann in die Stadt. Der eine Kellner im Exchange ist jetzt mein neuer Held, weil er geschlagene 10 Minuten versucht hat der Heater zum laufen zu bringen, weil uns kalt war.
Dann sind wir ab in die Stadt und wollten mal so richtig tanzen gehen! Also, ab an den Darling Harbour, da wo immer der Bär steppt. Tat er gestern auch, bloß anders als erwartet. Überall lief House und Techno und für so eine Musik waren wir nach insgesamt 4 Std Busfahrt echt nicht in der Lage. Und die coolste und größte Bar Sydneys hat 60 Dollar Eintritt verlangt und da stand eine Schlange davor, die mindestens 300 meter lang war. Unglaublich! Wir waren total geschockt.
Die einzige Möglichkeit, die uns einfiel war die Starbar in der Georgestreet. Diese Bar ist für mich wie das Kuh´dorf, man will da eigentlich nicht rein, aber wenn sich nichts anderes ergibt, probiert mans halt. Und endlich konnten wir tanzen und die Musik war auch nich so schlecht!
Als wir dann um halb 1 eine kurze Pause gemacht haben, kamen 2 Typen zu uns, die mit uns Billiard spielen wollten. Der eine war Kroate, der andere wurde angeblich von einem Hai gebissen, aber wir sind da ein wenig skeptisch über den Wahrheitsgehalt! Billiardtische waren in jedem Pub besetzt, und deshalb gingen wir zur Bushaltestelle. Dort wartend auf dem Bus haben uns 2 Typen angesprochen, aus Libanon, und die waren sehr lustig! Unser Bus kam und wir stiegen ein! Im Bus war eine Gruppe Franzosen, von denen uns auch einer angesprochen hat! Nett, wie man ist, kramt man dann in den letzten Gehirnzellen nach den französischen Wörtern, die man irgendwann mal gelernt hat, aber das klappte nach 5 Minuten doch sehr gut. Die studieren in Sydney und haben ganz laut gesungen und Quatsch gemacht im Bus. Ich fand das toll.
In Gordon angekommen riefen wir uns ein Taxi. Nach einer halben Stunde haben wir dann eins auf der Straße gefunden und sind nach Hause. Nach ein paar ChickenNuggets bin ich dann auf dem Sofa eingepennt, und dort lag ich bis 11 Uhr!! Könnt ihr euch das vorstellen? Ich habe bis 11 geschlafen, ohne von der Sonne oder meiner Kleinen geweckt zu werden. Total cool!
Nach einem riesen Frühstück und 3 Stunden nicht bewegen sind Susi und ich nach Hause, während Janina zu nem Nachbarschaftstreffen musste.
Was ich gelernt habe aus diesem Wochenende:
1. Ich find Suburbs blöd. Alles is so weit weg und total schlecht zu erreichen!
2. wahrscheinlich sind wegen Punkt 1 auch alle so nett und nehmen einen mit, das find ich gut.
3. keiner in Sydney is ursprüngliger Australier und die Männer sind hier alle verdammt kommunikativ, ob man das will oder nicht.
4. Ausschlafen ist ne total tolle Sache
5. ich hab noch nie so viel Geld für Transportmittel ausgegeben: ES LEBE DIE MONATSKARTE!
und finally
6. obwohl ich mit Susi 46 Std und mit Janina 42 Std verbracht habe (am Stück) sind sie mir nich auf den Wecker gefallen, im Gegenteil! Das fand ich toll!
Vielen dank für eure Lesebereitschaft und an Janina und Susi für das doch sehr schräge Wochenende!