Nachdem ich also sehr spät ins Bett kam und meine Kleine morgens um 7 in meinem Zimmer stand, bin ich aufgestanden um meinen Surfkurs anzutreten. Ich war total fertig, noch halb im

Traumland und hab mir schnell was reingepfiffen, also essensmäßig, und bin dann los zur Central Station. Dort traf ich Katja und Susi, die auch zu dem Strand wollten, wo ich meinen Kurs haben werden würde. Der Bus kam und wir sind eine Stunde an den Strand gefahren sind.
Die Mädels haben sich dann an den Strand gelegt, während ich meine erste Surfstunde hatte.

Theorie und auf Land auf dem Board aufstehen ist ja wirklich easy und ich hab echt gedacht, dass ich das schaffen würde, aber im Wasser wurde ich eines besseren belehrt. 2 mal hab ich eine Welle geritten, das hört sich viel an, aber wenn man bedenkt, dass es an die 200 Chancen gab, is das doch eher traurig. Irgendwann fing dann auch an, alles wehzutun. Das Board war so n riesen Anfängerteil, aus Schaumstoff oder so und meine Knie und meine

Arme waren total rot und aufgeschürft. Dann zerrte das alles auch ziemlich an meinen eh schon sehr ausgeschöpften Kraftreserven, was nicht mal das Essen, was wir danach bekamen, wieder auffüllen konnte.
Ich gab auf und das fand ich eigentlich ziemlich doof, aber wenns nicht geht, gehts halt nicht, ne?!
Ich gehör halt unter Wasser und nicht drauf.

Das lustigste war, dass mein Gastvater auch surfen kann und er mir gezeigt hat, wie es viel einfacher und trotzdem kunstvoll geht aufzustehen. Naja, jetzt ist es auch zu spät.
Aber zwei Wellen hatte ich, hehe. Und das war auch n cooles Gefühl, also wer n bisschen sportlicher ist als ich (dh so ca 80 Prozent der Welt) und darauf Bock hat, macht des, is lustig.
Auch die Surflehrer waren sehr ausgelassen. Sie waren wie in so ner 70er Jahre Amispielshow: OH, WOW, THAT´S GREAT. Theatralik bis zum geht nicht mehr. Aber sie fanden mich doch sehr lustig und ich musste auch viel lachen, weil die sich so viel Sonnencreme ins Gesicht geschmiert haben.
Die zweite Surfstunde hab ich dann ausfallen lassen und mich da zu den Mädels an den Strand gechillt und um 6 sind wir dann wieder nach Hause gefahren.
Um halb 10 haben wir uns wieder in der Stadt getroffen und die wunderschöne Town Hall betrachtet, die jetzt ganz toll angestrahlt wird.

Dann sind wir durch die Gegend gelaufen, haben ein wenig getanzt und versucht eine Karaoke Bar zu gehen, in der man sich Räume mieten muss (ganz mysterie) und dann sind wir nach Hause.

Diesmal war ich ganz schlau und habe einen Bus genommen, der in den Nachbarbezirk fährt. Von dort aus kann man ja locker nach Hause laufen. Aber wiedermal HAHA, der Bus hielt am anderen Ende des Nachbarbezirks und ich musste echt noch n ganzes Stück laufen, durch eine Gegend, in der ich nie zuvor gewesen bin und es doch echt ziemlich dunkel war, obwoh das die Hauptstraße war. Naja, ich lief und bemerke auf einmal, dass sich der ganze Boden bewegt, alles voller Kakerlaken und eine tote Ratte lag auch da in der Ecke. Leicht angewidert habe ich mein Schritttempo erhöht und bin haarsträubend nach Hause gegangen.