27.11.06

Sonntag: Bildung

Sonntag mittag haben Katja, Susi und Janina uns in der Stadt getroffen und sind ins Maritime Museum gegangen, das ist eigentlich ein „alles ums Boot“Museum, aber da gabs nebenbei auch eine Baliaustellung, oder sowas in der Art. Erzählen gibs da eigentlich nichts zu, aber man kann sich ja die Bilder angucken, ne?!

Balinesische Mädchen, die haben auch ganz genial getanzt. Danach waren sie ziemlich genervt, denn alle wollten ein Foto mit sich und den beiden machen lassen (unter anderem auch die Susi)

Balinesische Karikaturkunst

das Bild ist nur für dich Martin. Das ist doch mal n schönes, kleines Boot, oder?

Das ist ein Boot, was für das Beercan Race in Australien gemacht wurde. ich kenn Leute, die könnten die Dosen alleine leeren und sich auch so n Boot basteln, also seid mal kreativ;-)

Janina und ich hatten auch ein wenig Spaß im Museum...

Samstag: Surferchick Ade...

Nachdem ich also sehr spät ins Bett kam und meine Kleine morgens um 7 in meinem Zimmer stand, bin ich aufgestanden um meinen Surfkurs anzutreten. Ich war total fertig, noch halb im Traumland und hab mir schnell was reingepfiffen, also essensmäßig, und bin dann los zur Central Station. Dort traf ich Katja und Susi, die auch zu dem Strand wollten, wo ich meinen Kurs haben werden würde. Der Bus kam und wir sind eine Stunde an den Strand gefahren sind.
Die Mädels haben sich dann an den Strand gelegt, während ich meine erste Surfstunde hatte. Theorie und auf Land auf dem Board aufstehen ist ja wirklich easy und ich hab echt gedacht, dass ich das schaffen würde, aber im Wasser wurde ich eines besseren belehrt. 2 mal hab ich eine Welle geritten, das hört sich viel an, aber wenn man bedenkt, dass es an die 200 Chancen gab, is das doch eher traurig. Irgendwann fing dann auch an, alles wehzutun. Das Board war so n riesen Anfängerteil, aus Schaumstoff oder so und meine Knie und meine
Arme waren total rot und aufgeschürft. Dann zerrte das alles auch ziemlich an meinen eh schon sehr ausgeschöpften Kraftreserven, was nicht mal das Essen, was wir danach bekamen, wieder auffüllen konnte.
Ich gab auf und das fand ich eigentlich ziemlich doof, aber wenns nicht geht, gehts halt nicht, ne?!
Ich gehör halt unter Wasser und nicht drauf.
Das lustigste war, dass mein Gastvater auch surfen kann und er mir gezeigt hat, wie es viel einfacher und trotzdem kunstvoll geht aufzustehen. Naja, jetzt ist es auch zu spät.
Aber zwei Wellen hatte ich, hehe. Und das war auch n cooles Gefühl, also wer n bisschen sportlicher ist als ich (dh so ca 80 Prozent der Welt) und darauf Bock hat, macht des, is lustig.
Auch die Surflehrer waren sehr ausgelassen. Sie waren wie in so ner 70er Jahre Amispielshow: OH, WOW, THAT´S GREAT. Theatralik bis zum geht nicht mehr. Aber sie fanden mich doch sehr lustig und ich musste auch viel lachen, weil die sich so viel Sonnencreme ins Gesicht geschmiert haben.
Die zweite Surfstunde hab ich dann ausfallen lassen und mich da zu den Mädels an den Strand gechillt und um 6 sind wir dann wieder nach Hause gefahren.
Um halb 10 haben wir uns wieder in der Stadt getroffen und die wunderschöne Town Hall betrachtet, die jetzt ganz toll angestrahlt wird.
Dann sind wir durch die Gegend gelaufen, haben ein wenig getanzt und versucht eine Karaoke Bar zu gehen, in der man sich Räume mieten muss (ganz mysterie) und dann sind wir nach Hause.
Diesmal war ich ganz schlau und habe einen Bus genommen, der in den Nachbarbezirk fährt. Von dort aus kann man ja locker nach Hause laufen. Aber wiedermal HAHA, der Bus hielt am anderen Ende des Nachbarbezirks und ich musste echt noch n ganzes Stück laufen, durch eine Gegend, in der ich nie zuvor gewesen bin und es doch echt ziemlich dunkel war, obwoh das die Hauptstraße war. Naja, ich lief und bemerke auf einmal, dass sich der ganze Boden bewegt, alles voller Kakerlaken und eine tote Ratte lag auch da in der Ecke. Leicht angewidert habe ich mein Schritttempo erhöht und bin haarsträubend nach Hause gegangen.

Freitag: MONEY, MONEY, MONEY

Freitag abend traf ich mich mit der Susi und sind dann erstmal in die Pantoon Bar gegangen. Von dort aus hatte man einen wunderschönen Ausblick auf den Darling Harbour und ich hab auch endlich eine taktik gefunden, diesmal das auch fotografieren zu können.
In der Pantoon bar wurden wir dann von einem Mann gefragt, ob wir nicht für seinen Kumpel für Geld auf dem Tisch tanzen wollten, ich hatte ihn aber nicht verstanden und als ich nachfragte, was er gesagt hat, meinte er nur, dass er wiederkommen würde, und war für immer verschwunden. Merkwürdig. Um halb 11 trafen wir uns mit dem einen Armeetypen und gingen mit ihm ins Casino. Am Anfang dachte ich, das wär ein Club oder ein Scherz, aber wir gingen wirklich in das größte Casino Sydneys. Und das war beeindruckend. Tisch neben Tisch, die Angestellten total schick, aber trotzdem war das Casino nicht so nobel wie ich gedacht habe. Susi und ich haben uns sehr schnell mit den Einarmigen Banditen angefreundet, die aber jetzt kein einen Arm mehr haben, sondern nur ganz viele Knöpfe, auf die man bzw wir einfach nur drauf rumgekloppt haben. Ich habe 10 cent investiert und Susi 2 Dollar. Wenn wir was gewonnen haben, wollten wir uns das auszahlen lassen, aber HAHA, das geht gar nicht, jedenfalls haben wir das nicht herausfinden können. Wie auch die Regeln und warum wir gewonnen oder verloren haben, hat keiner von so richtig verstanden. Da gings um irgendwelche blinkenden Hunde und irgendwas anderes.
Unser Armeefreund hatte inzwischen einen Platz an einem der 20 Pokertische ergattert und sein ganzes Geld verspielt. Armer Junge.
Und ich hab alle 5 minuten „That´s sad“ gesagt, weil die Kleine das immer sagt, und sie ist die Hauptperson, von der ich englisch lerne.
Und wie spannend Casinos auch sein mögen, (wir haben merkwürdigerweise nur ein OP-Monster gesehen) irgendwann wars nicht mehr so spannend, also haben wir uns auf die Darling Harbour Bridge gesetzt, ein bisschen gesungen und dann uns auf dem Weg nach Hause gemacht. Auf dem Weg trafen wir dann noch ein paar Jungs mit einem Fußball getroffen, den ich mir dann erstmal gekrallt habe. Ich mag fußballspielen total gern, und mich hat das auf der Straße spielen total an Mara und Yasmin erinnert, wo wir früher nachts um 2 auf den blauen Park gegangen sind um ein bisschen zu spielen;-)
Auf einmal drückte mir der eine sein Handy an die Hand und ich musste mit seinem Mitbewohner telefonieren, der aus der Schweiz kam. Den hab ich dann erstmal ausgeschimpft, weil er den Australiern GAAAAAAAANNNNZZZZ böse Wörter beigebracht hat. Danach sind wir ein wenig durch die Gegend gelaufen, auf der Suche nach einem Pub. Haben wir nicht gefunden also wollten wir nach Hause. Das ging aber auch nicht so einfach, denn ein Taxi zwischen halb 2 und halb 3 zu kriegen geht wohl irgendwie nicht. Um die Zeit brauchen alle ein Taxi und damit sie gut Geld machen, machen sie das Taxilicht aus und fragen die Leute wo sie hinwollen, und wenn das weit weg genug ist, lassen sie dich rein. Tja, ich und 2 von den Fußballjungs, die auch in die gleiche Richung wie ich mussten mussten also 1 Stunde warten, um ein blödes Taxi zu kriegen. Man, war ich abgegessen, aber war trotzdem ein lustiger Abend und ich habe viel neues gesehen und gezockt:-D