22.10.06

Bildung Teil 2 und Tiere Teil 4

Samstags Mittags hatten Susi, Katja, Janina und ich Zeit um ein wenig Bildung zu haschen. Ist ja auch wichtig, ich hab teilweise schon das Gefühl, dass mein Gehirn verweicht.
Aber wie Mädchen nunmal sind, erstmal das Aufeinandertreffen wurde wieder schwierig, die einen fuhren dahin, die anderen dort, ich wartete unten bei der Ubahn, während Janina bei den Stufen wartete und es war SEHR kalt!
Nach einer Stunde haben wir uns alle zusammengefunden und wollten in das Police-Museum, aber sind dann doch in das Sydney Museum gegangen. Dank Janina und ihrem Hostelausweis haben wir alle nur 5 anstelle von 10 Dollarn Eintritt gezahlt, und Dank unserer kriminellen Ader haben wir trotz Verbots Fotos gemacht (aber bitte niemanden erzählen). Wir möchten doch alles so genau wie möglich dokumentieren, denn in einem Monat und 3 Wochen gehts für mich doch schon wieder ab in die Heimat.
Dann kamen wir durch Zufall in die Sydney Bibliothek und die war nur ein Traum. Wunderschön alt, es hat nach Buch gerochen, mit kleinen Balkonen und vielen wissensdurstigen Menschen, was für ein Gefühl.

Die Mädels im Queen Victoria Building, was schon in Weihnachtsschmuck erstrahlt!

Der heutige Tag begann schon tierisch, wieder haben wir eine Huntsmanspinne im Haus entdeckt, groß, haarig und braun.
Deswegen hab ich mich auch heut entschlossen, zusammen mit meiner Gastfamilie in den Fatherdale Tierpark zu fahren, der ist eine Stunde von Sydney entfernt und es gab wieder einmal wunderschöne Tiere zu bestaunen.

Das Eingangsschild, ich fands irgendwie lustig;-)

Ich mit einem Kukkaburra ( dem lachenden Hans), find aber nicht, dass er wie ein typischer Hans aussieht.

Ein riesiger Vogel, der mich irgendwie böse anguckte...

Koalakuscheln, diesmal aber noch besser als im Koalapark!

Der tasmanische Teufel! Sein Kumpel rannte im Gehege immer im Kreis, total irre!

Ich und ein Rotes Känguruh, dass ist die größte Känguruhart! Richtig schön

Was ganz besonderes, ein Albinokänguruh, passend dazu gabs auch den Albinopfau, aber ich denk, dass sind erstmal genug Fotos!!!

Freitag, "We are stock"

Wieder mal ein wirrer Versuch noch weiter in das australische Nachtleben einzutauchen.
Sabrina, Katja, Uta, Susi und ich wollten in North Sydney in eine Kirche gehen, die in einen Pub und eine Disko umgebaut wurde. Davor saßen wir erstmal auf einer Bank und haben uns wieder mit etlichen Australiern unterhalten. 2 davon waren gerade 18 gewordene Rapper, die nächstes Jahr nach Berlin ziehen wollen, um die Ubahn anzumalen. Fand ich sehr interessant, denn wenn das der einzige Grund ist nach Berlin zu ziehen, dann weiß ich auch nich mehr...
In der Kirche angekommen stellten wir fest, dass das nicht der Platz sein würde, wo wir alt werden, vor allem nicht, nachem uns eine Kakerlake aus der Bar entgegenlief...
Man kann sich langsam echt an die Viecher gewöhnen, ich hatte schon 3 tote und 2 lebende (eine unter meinem Bett) und ich fand das Vieh nicht so faszinierend, wie die anderen. Ist schon irgendwie komisch, wie schnell man sich an den Anblick der Tiere gewöhnen kann.
So sind wir wieder in den Zug, der uns drei Stationen später in der Stadt rauslassen sollte. HAHAHAHA!!! Der Zug blieb ca 300 meter vor der City stecken, so ne scheiße! Am Anfang dachten wir, dass das nach spätestens 10 Minuten wieder in Ordnung sei, aber nach 1 1/4 Stunde bewegte sich dann der Zug zum erstem mal wieder. Es gab irgendwelche Magnetprobleme bei ner Überkreuzung, und Sabrina, die eh total gut drauf war mit Polonaise durch den Zug und der Frage "Where is the Candyshop", hat jedem der es wissen wollte und die Ansage nicht verstanden hat, erklärt was das Problem sei.
Man weiß ja, dass Menschen, die zulang miteinander eingesperrt werden, irgendwann verrückt werden. Das passiert auch dann langsam. Überall hörte man gigglen, Leute haben sich an den Augen rumgepult und eine hat den totalen Aufstand gemacht, dass die die Tür nich aufmachen, dann könnt sie sich wenigstens mal auf die Gleise stellen und eine rauchen. Und manche klopften alle 3 Minuten bei der Traintussi, weil man entweder die Ansage nicht verstanden hat oder Infos brauchte oder einfach nur jemanden suchte, den man annerven kann... Wir Deutschen sahen das alles gelassener, außer dem Verlangen nach Luft, Klo und Musik.
Irgendwann am Bahnhof angekommen, öffneten sich die Türen und es brach ein allgemeiner Jubel aus! DIe Menschen haben sich so gefreut, das erinnerte doch schon an die Kriegsheimkehrer, nur das wir nicht aus den Fenstern winken konnten und auch niemand da war, der uns sehnsüchtig erwartete.
Und da wir total cool sind, und das überstanden haben, dachten wir, gehen wir mal in die hippeste Bar von Sydney, die Cargobar. Und wieso wir keinen Eintritt zahlen mussten und auch an der Warteschlange vorbeikonnten (und das mit Turnschuhen und Jeanshosen) kann ich bis heute nicht erklären. Glück wahrscheinlich, oder man wollte uns das angenervte Gesicht aus dem Gesicht zaubern, denn inzwischen war es doch recht frisch geworden.
In der Cargobar waren die Schickimickis reichlich vertreten, Mädchen mit Kleidchen und komischen Mustern und Gürtel unter den Brüsten und Männer in Armanianzügen, alle irgendnen schicken Cocktail in der Hand und zu HOUSE getanzt. Das kam mir wirklich unwirklich vor. Und da House auch nicht soooo meine Musik ist, dachte ich schon wieder ans abzischen, als mir auffliel, dass die Housemusik von nem Typen mit Trompete und Trommeln untermalt wurde. Das war total cool! Der Typ hatte es auch wirklich drauf und brachte in das BUM BUM BUM ein bisschen DRRRRRITTT!
Doch die anderen hatten keine Lust mehr, und die wollten in die Überbar gehen, da ich aber schon da war und ich mir auch nicht jedes Wochenende n Taxi aus der Stadt zu meinem Ort nehmen kann ( zu mir fahren nämlich keine Nachtbusse) habe ich um 10 vor 1 den letzten Bus nach Hause genommen. Zusammen mit meinem Ipod, man ist der Geil!!!!