27.11.06

Sonntag: Bildung

Sonntag mittag haben Katja, Susi und Janina uns in der Stadt getroffen und sind ins Maritime Museum gegangen, das ist eigentlich ein „alles ums Boot“Museum, aber da gabs nebenbei auch eine Baliaustellung, oder sowas in der Art. Erzählen gibs da eigentlich nichts zu, aber man kann sich ja die Bilder angucken, ne?!

Balinesische Mädchen, die haben auch ganz genial getanzt. Danach waren sie ziemlich genervt, denn alle wollten ein Foto mit sich und den beiden machen lassen (unter anderem auch die Susi)

Balinesische Karikaturkunst

das Bild ist nur für dich Martin. Das ist doch mal n schönes, kleines Boot, oder?

Das ist ein Boot, was für das Beercan Race in Australien gemacht wurde. ich kenn Leute, die könnten die Dosen alleine leeren und sich auch so n Boot basteln, also seid mal kreativ;-)

Janina und ich hatten auch ein wenig Spaß im Museum...

Samstag: Surferchick Ade...

Nachdem ich also sehr spät ins Bett kam und meine Kleine morgens um 7 in meinem Zimmer stand, bin ich aufgestanden um meinen Surfkurs anzutreten. Ich war total fertig, noch halb im Traumland und hab mir schnell was reingepfiffen, also essensmäßig, und bin dann los zur Central Station. Dort traf ich Katja und Susi, die auch zu dem Strand wollten, wo ich meinen Kurs haben werden würde. Der Bus kam und wir sind eine Stunde an den Strand gefahren sind.
Die Mädels haben sich dann an den Strand gelegt, während ich meine erste Surfstunde hatte. Theorie und auf Land auf dem Board aufstehen ist ja wirklich easy und ich hab echt gedacht, dass ich das schaffen würde, aber im Wasser wurde ich eines besseren belehrt. 2 mal hab ich eine Welle geritten, das hört sich viel an, aber wenn man bedenkt, dass es an die 200 Chancen gab, is das doch eher traurig. Irgendwann fing dann auch an, alles wehzutun. Das Board war so n riesen Anfängerteil, aus Schaumstoff oder so und meine Knie und meine
Arme waren total rot und aufgeschürft. Dann zerrte das alles auch ziemlich an meinen eh schon sehr ausgeschöpften Kraftreserven, was nicht mal das Essen, was wir danach bekamen, wieder auffüllen konnte.
Ich gab auf und das fand ich eigentlich ziemlich doof, aber wenns nicht geht, gehts halt nicht, ne?!
Ich gehör halt unter Wasser und nicht drauf.
Das lustigste war, dass mein Gastvater auch surfen kann und er mir gezeigt hat, wie es viel einfacher und trotzdem kunstvoll geht aufzustehen. Naja, jetzt ist es auch zu spät.
Aber zwei Wellen hatte ich, hehe. Und das war auch n cooles Gefühl, also wer n bisschen sportlicher ist als ich (dh so ca 80 Prozent der Welt) und darauf Bock hat, macht des, is lustig.
Auch die Surflehrer waren sehr ausgelassen. Sie waren wie in so ner 70er Jahre Amispielshow: OH, WOW, THAT´S GREAT. Theatralik bis zum geht nicht mehr. Aber sie fanden mich doch sehr lustig und ich musste auch viel lachen, weil die sich so viel Sonnencreme ins Gesicht geschmiert haben.
Die zweite Surfstunde hab ich dann ausfallen lassen und mich da zu den Mädels an den Strand gechillt und um 6 sind wir dann wieder nach Hause gefahren.
Um halb 10 haben wir uns wieder in der Stadt getroffen und die wunderschöne Town Hall betrachtet, die jetzt ganz toll angestrahlt wird.
Dann sind wir durch die Gegend gelaufen, haben ein wenig getanzt und versucht eine Karaoke Bar zu gehen, in der man sich Räume mieten muss (ganz mysterie) und dann sind wir nach Hause.
Diesmal war ich ganz schlau und habe einen Bus genommen, der in den Nachbarbezirk fährt. Von dort aus kann man ja locker nach Hause laufen. Aber wiedermal HAHA, der Bus hielt am anderen Ende des Nachbarbezirks und ich musste echt noch n ganzes Stück laufen, durch eine Gegend, in der ich nie zuvor gewesen bin und es doch echt ziemlich dunkel war, obwoh das die Hauptstraße war. Naja, ich lief und bemerke auf einmal, dass sich der ganze Boden bewegt, alles voller Kakerlaken und eine tote Ratte lag auch da in der Ecke. Leicht angewidert habe ich mein Schritttempo erhöht und bin haarsträubend nach Hause gegangen.

Freitag: MONEY, MONEY, MONEY

Freitag abend traf ich mich mit der Susi und sind dann erstmal in die Pantoon Bar gegangen. Von dort aus hatte man einen wunderschönen Ausblick auf den Darling Harbour und ich hab auch endlich eine taktik gefunden, diesmal das auch fotografieren zu können.
In der Pantoon bar wurden wir dann von einem Mann gefragt, ob wir nicht für seinen Kumpel für Geld auf dem Tisch tanzen wollten, ich hatte ihn aber nicht verstanden und als ich nachfragte, was er gesagt hat, meinte er nur, dass er wiederkommen würde, und war für immer verschwunden. Merkwürdig. Um halb 11 trafen wir uns mit dem einen Armeetypen und gingen mit ihm ins Casino. Am Anfang dachte ich, das wär ein Club oder ein Scherz, aber wir gingen wirklich in das größte Casino Sydneys. Und das war beeindruckend. Tisch neben Tisch, die Angestellten total schick, aber trotzdem war das Casino nicht so nobel wie ich gedacht habe. Susi und ich haben uns sehr schnell mit den Einarmigen Banditen angefreundet, die aber jetzt kein einen Arm mehr haben, sondern nur ganz viele Knöpfe, auf die man bzw wir einfach nur drauf rumgekloppt haben. Ich habe 10 cent investiert und Susi 2 Dollar. Wenn wir was gewonnen haben, wollten wir uns das auszahlen lassen, aber HAHA, das geht gar nicht, jedenfalls haben wir das nicht herausfinden können. Wie auch die Regeln und warum wir gewonnen oder verloren haben, hat keiner von so richtig verstanden. Da gings um irgendwelche blinkenden Hunde und irgendwas anderes.
Unser Armeefreund hatte inzwischen einen Platz an einem der 20 Pokertische ergattert und sein ganzes Geld verspielt. Armer Junge.
Und ich hab alle 5 minuten „That´s sad“ gesagt, weil die Kleine das immer sagt, und sie ist die Hauptperson, von der ich englisch lerne.
Und wie spannend Casinos auch sein mögen, (wir haben merkwürdigerweise nur ein OP-Monster gesehen) irgendwann wars nicht mehr so spannend, also haben wir uns auf die Darling Harbour Bridge gesetzt, ein bisschen gesungen und dann uns auf dem Weg nach Hause gemacht. Auf dem Weg trafen wir dann noch ein paar Jungs mit einem Fußball getroffen, den ich mir dann erstmal gekrallt habe. Ich mag fußballspielen total gern, und mich hat das auf der Straße spielen total an Mara und Yasmin erinnert, wo wir früher nachts um 2 auf den blauen Park gegangen sind um ein bisschen zu spielen;-)
Auf einmal drückte mir der eine sein Handy an die Hand und ich musste mit seinem Mitbewohner telefonieren, der aus der Schweiz kam. Den hab ich dann erstmal ausgeschimpft, weil er den Australiern GAAAAAAAANNNNZZZZ böse Wörter beigebracht hat. Danach sind wir ein wenig durch die Gegend gelaufen, auf der Suche nach einem Pub. Haben wir nicht gefunden also wollten wir nach Hause. Das ging aber auch nicht so einfach, denn ein Taxi zwischen halb 2 und halb 3 zu kriegen geht wohl irgendwie nicht. Um die Zeit brauchen alle ein Taxi und damit sie gut Geld machen, machen sie das Taxilicht aus und fragen die Leute wo sie hinwollen, und wenn das weit weg genug ist, lassen sie dich rein. Tja, ich und 2 von den Fußballjungs, die auch in die gleiche Richung wie ich mussten mussten also 1 Stunde warten, um ein blödes Taxi zu kriegen. Man, war ich abgegessen, aber war trotzdem ein lustiger Abend und ich habe viel neues gesehen und gezockt:-D

22.11.06

Zurück in den Alltag, irgendwie...

Nachdem ich mich so um die 15 Std schlafend nicht bewegt habe, bin ich essen kaufen gegangen und habe abends bei den Nachbarn gebabysittet... ich muss ja sagen, ich weiß nicht, wieso Eltern ihre Kinder erst so spät ins Bett kriegen, normalerweise geht der Kleine um 10 ins Bett, bei mir war er schon um 8 total müde und ausgepowert und da hab ich ihn dann auch ins Bett gebracht..
Am nächsten Tag sind die Susi und die Katja und die Ich an den Bondistrand gefahren, aber davor haben wir noch die Bekanntschaft einer Aboriginieaktivistin gemacht. Sie hat uns über die Diskriminierung der Ureinwohner aufgeklärt. Sie hatte uns dann auch auf ein Fest eingeladen, wo dann kleine Aboriginiekinder und andere breakdancen und rappen und so. Das gehört ja schließlich zur Kultur der Aboriginies... Bis sie das gesagt hat, hab ich sie noch für relativ normal gehalten, aber ab dann kam mir das alles nicht mehr ganz so koscher vor..

Die Farben der Aboriginieflagge stehen übrigens auch für was: Schwarz ist für die Hautfarbe der Aboriginies, Gelb ist die Sonne und das Rot steht entweder für das vergossene Blut oder die Erde (viel Eisen in Boden). Wieder mal was dazugelernt.
Gut, es war warm und so sind wir ab zum Strand, haben uns da in die Sonne gelegt (natürlich mit Sonnencreme, wir wollen doch kein Hautkrebs kriegen) und die Ruhe genossen. Ab und zu tauchte am Himmel ein kleines Flugzeug auf, was so ganz komische Sachen in den Himmel malte, wie z.b Internetadressen und komische Männchen, die auch als Blumen durchgehen könnten.
Wer die Zeit hat, ne?!
Abends sind wir dann zu mir und haben „The Devil wears prada“ geguckt. Obs am mangelndem Verständnis lag, an der Sonne oder was auch immer, der Film war nich so gut, wie vorausgesagt und um 11 sind wir dann schlafen gegangen.
Sonntag verbrachte ich den ganzen Tag zuhause mit ein bisschen entspannen, lazy sein und aufräumen, denn meine Gastfamilie kam dann abends von ihrem Trip wieder!
Und ich war mal wieder krank und bin es immernoch ein wenig.
Deshalb ging ich auch Montag zu meiner Stammapotheke ( in der ich jetzt schon so um die 100 dollar für Zeugs ausgegeben habe) und wollte wieder Medizin. Das letzte mal hatte ich so Powertabletten bekommen, die aber nicht gewirkt haben, ich bin wahrscheinlich schon imun. Als ich dann der netten Bedienung erklärte, dass diese Tabletten bei mir nicht helfen guckte sie mich fragend an und sagte: „What? You´d like to have REAL medication?“ Und da dachte ich, ich spinne. Ich hab also mein ganzes Geld vorher für Spielzeugtabletten ausgegeben und da all meine Hoffnungen drin gelegt? Man, ich fühlte mich tragisch. Mein ganzes Leben (hier) eine einzige Lüge, alles nur Beschiss, kein Funken Wahrheit für das arme dauerkranke deutsche Aupair.
Doch das Leben muss trotz solcher Entrüstung weitergehen und so genoss ich mit meiner Kleinen trotz abermaligem Malheur in der Badewanne (iiiiiiiihhhhhhhhh) die Sonne. Und die Menschen hier sind ja so nett und höflich. Die Blume im Haar hat sie von einem Mann einfach so geschenkt bekommen.
Und heute waren wir Aupairs mal wieder total erkundungsfreudig und haben uns in Cremone getroffen um dort einen Strand zu auskundschaften. Treffen allein ist schon immer ne schwierige Sache und dann auch noch durch privates Gelände an eine kleine Bucht, wo viel Haus und kein Strand war, es war doch alles aufregend. Das tollste war, dass das Wasser so flach war und unsere Liegestelle nich so günstig, dass wir auf die glorreiche Idee kamen mit all unserem
Zeug auf die andere Seite der Bucht zu laufen, denn da war wenigstens ein Wiesenstück. Der Weg war mit Muscheln gepflastert und wir alle hatten zum Schluss blutende Füße. Das erinnert mich immer wieder an Cinderella: „Kuckurikuuu, kuckurikuuuuu, Blut ist im Schuh“, in unserem Fall in unseren Flipflops. Um halb 2 sind wir dann auch wieder gegangen, denn trotz Hitze (wirkliche Hitze) war die Sonne kein einziges mal zu sehen. Der ganze Himmel war diesig und ich glaub nich, dass das an den brenndenden Blue Mountains liegt.. Ihr habt richtig gelesen, schon wieder ein Ort an dem ich war und wieder was passiert, nachdem ich da war!
Naja, dann hab ich heut ein wenig im Bikini das Haus geputzt, mehr Klamotten wollte man eigentlich auch echt nicht anhaben und dann die Kleine vom Kindergarten abgeholt...
Und dann passierte Unglaubliches: Temperaturänderung von mindestens 13 Grad. Der Fön, der die ganze Zeit durch die Luft wehte verwandelte sich in eine kalte Brise, es fing an zu stürmen und die Kleine an zu heulen, sie hatte ein Blatt auf den Arm bekommen und das hat ihrer Meinung ihr den halben Arm abgesäbelt.
Jetzt ist es wieder kälter und das ist auch gut so!

Die Oper von der Harbourbridge aus. Zu bemerken bitte der graue Himmel (und doch hatten wir geühlte 42 Grad).

17.11.06

Attention please, oder auch nich...

ich habe meine letzten drei Artikel aktualisiert, also bitte alles lesen!
Emails werde ich noch beantworten, mach ich später, ich hab nämlich jetzt soooooo viel geschrieben, dass meine Finger wehtun.
Ich liebe euch und ich vermisse euch alle so sehr, und freu mich trotz meiner Erlebnisse bald wieder bei euch zu sein.
Noch ein Monat unc ich bin wieder da, wo ich hingehöre.
Ich wollt auch nur kurz euch allen danken, die zu mir halten und interessiert seid an dem, was ich erlebe.
Und dann möchte ich auch kurz den Leuten danken, denen ich das tolle Wochenende zu verdanken habe, Phil und Jarry, Peter, Love und Dave, Felix und James und dem Tauchclub www.divingcairns.com.au und meinem hostel city cairns backpacker.
Falls jemand mal einen Trip plant, das sind wirklich gute Adressen um sich in Cairns wohlzufühlen!
Und noch etwas: Deniz, ich liebe dich über alles, du bist der Beste und großartig und ich bin so froh, dass du immernoch mit mir zusammen bist, obwohl ich so weit weg bin. Ich weiß, dass ist alles hart, und dass du das durchmachst zeigt mir, wie sehr du mich liebst! Ich hoffe, dass wir noch viele Jahre miteinander verbringen werden, und ich möchte einfach nur Danke sagen. Danke für das wunderschöne Jahr, Danke, dass du mich liebst und Danke, dass du für mich da bist!
KITSCHALARM!

16.11.06

Cairns BOAH!

Also, jetzt noch einmal richtig!
Nachdem ich wieder einmal nicht schlafen konnte, und mir einer der Schweden erstmal seine Beziehungsprobleme erzählt hat (er fand es bewunderndswert, wie ich und Deniz das schaffen) bin ich morgens um 8 abgeholt worden und erstmal in so einen Laden, wo wir erstmal ein Blatt ausfüllen mussten, ob wir Krankheiten haben oder ob wir Drogen nehmen, dann sind wir wieder in einen Bus und dann ab auf das Boot.
Dort saßen wir dann 2 Std und sind auf das offene Meer gefahren. Es war wunderschön und das Wasser hatte blautöne, die ich noch nie im Leben gesehen habe. Es war einfach perfekt, es war total atemberaubend, so etwas hab ich noch nie gesehen. Ich war einfach nur glücklich, dass ich es wirklich getan habe, allein wohin geflogen, alles selbst organisiert und alles auch wirklich durchgezogen habe.
Nachdem wir 2 Std Schweigen, keiner der 20 Passagiere hat sich miteinander unterhalten, durch die Gegend cruisten, kamen im Great Barrier Reef an, und wechselten auf ein größeres Boot. Ich glaub, ich war abgesehen von der Fähre von Sardinien nach Pisa vor 2 Jahren nie auf so nem großem Schiff. Der Name: Kangoroo Explorer, die Crew: total nett und hilfsbereit und lustig, Die Stimmung: ausgelassen und angenehm, das Essen: Großartig und die Zimmer: Miniziös!
Alles in allem großartig.
Unser erster Tauchgang war um 1, der war mit einem Guide for free (normal muss man für nen Guide 16 dollar zahlen) und dann gings ab ins nass. Mit uns waren zwei Amerikaner um die 30, eine Familie mit einer Tochter aus Kanada und ein Pärchen und ich halt. Es waren noch mehr Menschn an Board, aber die durften alle bis zu 30 Meter tief tauchen, während mir nur 20 erlaubt waren.
Die Mutter der kanadischen Familie hatte erhebliche Probleme mit dem Druck, und da ich auch ein paar Probleme hatte, hat mich der Guide kurzerhand zu ihrem Buddie erklärt. Die Frau hatte überhaupt keinen Plan, ist immer wieder untergegangen und blieb nicht bei mir, sondern bei ihrem Mann und ihrer Tochter. Konnt ich auch gut verstehen, denn sie hat mir nicht vertraut und grade beim tauchen kommt es drauf an seinem Partner zu vertrauen.
Also blieb ich allein, und merkte bald, dass ich das gleiche Tempo und die gleichen Interessen, die gleiche Risikobereitschaft und die gleiche Vorsicht hatte wie die Amerikaner, also schloss ich mich denen kurzerhand an.
Es war wunderschön, der Punkt hieß Milln Point und es war unglaublich. Ich kann es nicht mal beschreiben, also werd ich es nicht weiter versuchen, wer es erleben will, muss n Tauchschein machen und hier her, soweit kann ich euch leider nicht dran teilhaben.
Um 4 hatten wir den nächsten Tauchgang und bis dahin hab ich mich mit den Amerikanern unterhalten. Einer von denen ist grade im Irak stationiert und hatte ne riesen Narbe am Hals, von einem Kugelsplitter. Die beiden waren total nett und ich hab mich sofort gut mit denen verstanden. Sie sahen mich irgendwie als kleine Schwester an, und das hat mir sofort das Gefühl von Sicherheit gegeben und ich wusste, das das meine Tauchpartner sein würden.
ich bin einfach nicht der Typ, der mit total fremden tauchen kann, ich muss vertrauen in die Person haben und es muss einfach passen, ansonsten wird der Tauchgang einfach echt unentspannend.
Also hab ich den nächsten Tauchgang allein mit denen gemacht, mein erster ohne Guide und ohne jemanden, der die ganze Zeit direkt neben mir ist. Es war super, ich hab sogar einen Stierkopfhai gesehen und viele Fische und Korallen und sowas alles.
Dann gabs Abendessen, was total super geschmeckt hat. Da das aber leider zu gut war, war mir danach ein wenig schlecht und man soll eigentlich nicht danach noch einmal tauchen gehen. Ich habs aber trotzdem gemacht, als mir dann gesagt wurde, dass, WENN ich kotzen muss, dass ich durch den Automaten kotzen muss, war alles wieder ok. Es war mein erster Nachttauchgang und dass ich vorher mit den Jungen mich über Horrorfilme unterhalten habe, hat auch nicht wirklich meinen Ängsten geholfen. Vorher hatte ich mir nie Gedanken drüber gemacht, dass so in dunkles Wasser springen einen Angst machen konnte, aber als ich dann mit meinem Anzug an ( das einzige mal, dass ich ihn anhatte, bei 27 Grad Wassertemperatur nicht wirklich nötig) in dieses dunkle Wasser guckte, was normal ne Sicht von 20-30 Metern hatte, wurde mir doch etwas mulmig. Doch ich hab es geschafft. Und diesmal musste ich mit dem Mädchen aus der kanadischen Familie tauchen, aber diesmal wurde ich auch hängengelassen. Doch diesmal war es schlimmer, denn diesmal war es total wichtig zusammen zu bleiben, denn wenn jemand mitten in der Nacht im Wasser verloren geht muss es dem Partner sofort auffallen und dann Alarm schlagen. Und ich fand sie nicht, aber wir waren insgesamt 9 und es waren auch 9 Leute unterwegs, soviel konnte ich erkennen.
So nun zum Tauchgang an sich: Es war dunkel, doch nich so dunkel wie gedacht. Die Zeichen, die man unter Wasser machen musste wurden auch total geändert, denn man sieht ein normales Ok Zeichen nicht und man muss ja auch regelmäßig auf den COmputer gucken, und niemanden in die Augen leuchten und so weiter. Man musste wirklich total viele Sachen beachten, über die man normal nie nachdenken müsste und dann war noch nicht mal n Fisch zu sehen. Doch... 2 kleine Fische hab ich gesehen, das wars dann auch, denn zwischen Dunkelheit, Stress meinen Partner verloren zu haben und meiner Luft, die irgendwie viel schneller alle ging als normal, war es nicht das beste, was ich je erlebt habe. Ich bin nicht der Nachttauchtyp und als die Amerikaner und ich wieder im Trockenen waren und die GENAU diese Worte sagten war ich total glücklich, dass ich nicht die einzige war, die den Reiz und Sinn darin nicht wirklich verstanden.
Dann gings ab ins Bett, war ja auch schon kurz nach 9 abends.
Doch wieder einmal hatte ich das Problem mit dem Schlafen, also schlief ich um halb 5 ein (hat sich ja auch alles bewegt) und um halb 6 wurden wir wieder geweckt.
Boah, also noch halb tot, total beschissen aussehend und noch halb in einer anderen Dimension hab ich dann wieder mein Tauchequipment zusammengebastelt und dann wieder los mit den Amis ins Wasser. Wieder total cool und wir haben uns auch kein einziges mal verlaufen, wenn ihr versteht was ich meine.
Wir mussten auch nicht einmal abgeholt werden, sehr cool.
Dann gabs wieder mal Essen zum Niederknien und sofort wieder ab ins Wasser. Diesmal haben wir ein ganz neues Gebiet erkundet, das Boot hat noch nie vorher dort gehalten und sie nannten es Explorer Dive. Man, war ich stolz auf mich.
Also wieder runter, die Amis haben dann noch die letzten Fotos verschossen, die sie bei ihren 5 Unterwasserkameras noch über hatten und dann wieder raus.
Dann sollte der nächste tauchgang um 11 stattfinden, den konnt ich aber nicht mitmachen, denn ich hatte 24 Std später einen Flug, und dann darf man nicht tauchen. Egal, denn keiner durfte tauchen, denn das Wasser hatte minimale Wellen und das hieß dann „It´s too rough“, also blieben alle an Board. Wir legten uns direkt an die Spitze des Bootes und ab und zu kam mal der Captain vorbei, ein halb zahnloser, dreckig grinsender, schlabberklamottentragender und bärtiger Mann, der aber sowas von lustig war, schon allein wegen der Zähne!
Also lagen wir in der Sonne, unterhielten uns mit den verschiedensten Menschen und wurden um halb 4 abgeholt und nach einer 2 Std Bootsfahrt zurück wieder nach Cairns gebracht. Auf dem Werg zurück sah ich sogar noch Delfine direkt am Boot rumschwimmen, wie toll.
Dann wieder ab ins Hostel, wieder eingecheckt und den Schweden „Hallo“ gesagt. Die hatten in der ganzen Zeit nur gepennt, wie deprimierend!
Jedenfalls hatte ich dann ein 4er Zimmer mit 3 Engländerinnen und einer Dusche mitten im Zimmer. Als ich darunter stand, haben die Mädels erstmal angefangen über mich zu lästern, was mir echt so sehr aufn Geist ging, dass ich meine Sachen schnell zusammenpackte und losging, die Amerikaner, die mich zum Essen eingeladen haben, vom Hotel abholen.
leider ist Männerschrift echt schrecklich und die Beschreibung und selbstgemalte Landkarte auch nicht so die Hilfe, aber sie hatten mir erzählt, dass vor ihrem Hotel ganz viele Fledermäuse haben, und das hat mir dann geholfen das Hotel zu finden.
Das mit den Fledermäusen war nicht untertrieben, das waren ca 500 Riesenviecher, direkt über der Stadt hinwegflogen und ganz komisch schrien.
Die Jungs haben ja Geld und sind Amerikaner, also mussten wir uns ein taxi nehmen um das Restaurant, in das wir gehen wollten, was ca 500 Meter von uns entfernt war, zu erreichen. Wer hat der hat.
Im restaurant aßen sie lecker Steak und ich Krokodil und Känguruhspieße. Krokodil ist ja wirklich fast das leckerste, was ich gegessen habe, Känguruh war mir wiedermal zu zäh, aber was solls.
Danach sind wir noch ein wenig in der Promenade rumgelaufen und haben uns unterhalten. ich hab sie noch gentlemanmäßig ins Hotel gebracht und dann hab ich mich zu meinem aufgemacht. tauchen, Sonne, Essen und NUR englisch reden macht ja auch müde, vor allem wenn man die Nächte davor auch so wenig geschlafen hat.
Dort angekommen setzte ich mich dann mit den Schweden noch ein bisschen vor den Fernseher, da wo fast alle Hostelbesucher sitzen, die zu faul sind um in die Stadt zu gehen. Dort lernte ich dann auch Felix kennen, der wohnt in Tempelhof und nach 5 Minuten konnten wir uns scon aufs schlimmste beleidigen, man ich hab mich wie zuhause gefühlt!
Es war sofort ne Connection da, und er schuldet mir jetzt auch n Döner und n Kakao, weil er keine Ahnung von Zeitunterschieden hat, hehehe!!!!
Morgens um 6 war mir kalt und ich bekam seine Hose und er hat sich meinen Rock angezogen und um 7 sind wir in den Hostelpool gesprungen und um 8 kam mein Shuttlebus zum Flughafen.
Ich hatte also kein bisschen geschlafen und bin immer, wenn wir andere Menschen von anderen Hotels abgeholt haben eingenickt. Ein wenig peinlich.
Als wir dann wieder in der Nähe meines Hostels waren, bat ich ihn kurz zu halten, denn ich hatte meinen Pass nicht mehr gefunden und mein Pass ist nach meinem Ipod mein Heiligstes.
Der Busfahrer meinte, dass ich nur um die Ecke müsste und er auf mich warten würde.
HAHAHA!!! Um die Ecke war kein Hostel, mein Pass war doch in der handtasche und mein Shuttlebus samt meiner Reisetasche war weg.
Voller Panik rannte ich hinter jedem Shuttlebus, den ich sah ( die haben viele und die sehen alle gleich aus) und dann hin und her voller Panik. Da ich die Nacht davor um einiges zuviel geraucht hatte, hatte ich kurze Zeit später sowas wie n Asthmaanfall und meine Stimme war weg. Ich ging in dein Tauchcenter (denn alle Taucher sind nett) und bat ihn japsend und keuchend und ohne Stimme die Shuttlebusagentur anzurufen, und denen zu sagen, dass die nicht auf mich warten sollen, falls sie das je getan hätten und ich mir ein taxi nehmen würde. So lief das dann auch, und als ich dann am Flughafen ankam, in der Hoffnung mein Bus mit Koffer wär da, wurde ich enttäuscht.
NICHTS DA!!! und noch eine halbe Stunde zum einchecken.
Dann bin ich zum Infoschalter und hab denen dort meine SItuation erklärt und nach einer halben Stunde warten und beten kam mein Koffer.
Das war schon alles verdammt knapp, aber für alle, die sich schon gewundert haben, das meine Katastrophenpechsträhne noch nicht eingesetzt hat, SIE IST WIEDER DA!!!!

Zum einchecken kam ich Gott sei Dank noch, es war sogar noch ne resen Schlange dort, denn die waren da auch alle total verpeilt.
Ab ins Flugzeug, geschlafen, in Sydney angekommen und ziemlich genervt, denn ES REGNETE!
Da ich ja auch wirklich keine Zeit hatte mich richtig anzuziehen rannte ich immernoch mit kurzem Rock und meinem Schlabbertshirt durch die Gegend, was ja auch bei dem genialem Wetter in Cairns eher zuviel als zuwenig war doch in Sydney wars eindeutig zu wenig!
Ich war ziemlich angepisst, denn das Wetter und das ganze Zeug mit dem Gepäck und dass ich bei meinem 1jährigem mit Deniz nicht bei ihm war, das war schon alles echt schlimm.
Aber Home Sweet Home (Die alarmanlage hatte inzwischen ihren geist aufgegeben und die Kakerlaken das Haus übernommen; Ich hab mich erstmal auf das Sofa geschmissen und 3 Stunden geschlafen. Dann aufgestanden, ein wenig mein zeug gemacht und weitergeschlafen. ENDLICH!!!!
Und jetzt bin ich zuhause, das Wetter ist wider Erwarten schön und ich arbeite heute bei den Nachbarn.
Dieser Trip war einer der besten Dinge, die ich je erlebt hatte und ich bin so krass stolz auf mich und ich weiß jetzt, dass was alleine machen und ein Risiko eingehen in einem fremden Land sich immer lohnt und es einfach nur geil ist. Selbst mit meiner Pechsträhne am Ende, das hat einfach nur gerockt und war nur geil!!!

13.11.06

Hallo aus Cairns

Also ich bin ja jetzt in cairns..
Gestern abend war ich totasl tot und hab aber vor angst (ich mag einfach nicht im 2.stock alleine pennen, es gibt einfach zu viele Geraeusche) dann auf dem Sofa geschlafen, bzw auch nicht geschlafen, denn die Couch ist nicht grade bequem. Morgens um halb 5 aufgestanden und das Haus zum mehrtaegigem Verlassen fertig gemcht und um Ounkt 5 kam dann auch der Taxifahrer, den ich am abend davor mit so nem scheiss Computer am Telefon ordnern musste. Der daemlige Computer hat mich total falsch verstanden und deswegen war der Taxifahrer ( ein total alter Mann der sowas von genuschelt hat) auf ne total lange Fahr eingerichtet, irgendwo in die Walachei.. Ich musste ihn leider enttaeuschen.
Naja jedenfalls brachte er mich zum Flughafen, es war halb 6 und hat von mir 50 Dollar in die Hand gedrueckt bekommen, die er dann aber nicht mehr wiederfand. Voll aetzend, er war naemlich der Meinung, dass er mir das Gewld zurueckgegeben haette, was aber nicht stimmt, aber naja,. Musste ihm dann nochmal das Geld geben.
Ich hatte noch nicht gefruehstueckt, hatte irgendwie kein Brot mehr zuhause, und da bestellte ich mir am Flughafen nen Cappucino und n english Breakfast. Ich bekam Tee und n Cappucino und als dann mein Essen nach 10 Minuten immernoch nicht fertig war, hab ioch dann mal vorsichtig nachgefragt. Und HAHA, was auf der karte als english breafast draufstand war eigentlich english breakfast Tea, aber das wort tea hat nich mehr auf die Karte gepasst. Und frewillig bestellt man sich in Australien eh keinen Tee, denn der schmeckt hier nach nichts...
Egal, also ab in den Flieger, drei Stunden mich aufm Sitz hin und her gerollt, weil ich noch pennen wollte und dann in Cairns angekommen. Uebrigens bin ich jetzt wieder in einer anderen Zeitzone, wie lustig...
also 9 uhr morgens Cairnes Zeit angekommen und dann los n Bus suchen, denn mit nem Bus in duie Stadt fahren wird ja wohl billiger sein als so n Shuttlebus oder n Taxi. Wieder HAHA, hier gibs gar keine Busse. MYSTERIE. also doch in nen Shuttlebus und ab ins Hostel.
Und das ist ja mal richtig geil, alles ist klein!! ALLES, selbst die Angestellten. Die Duschen sind die Haelfte von unserem fruehrem Klo (also im 4.stock in der Bergmann) und die haben trotz Tuer auch noch richtig haesslige Duschvorhaenge, aber doch irgendwie kultig.
Da mein Raum noch nicht fertig war hab ich mich in eine der kleine Haengematten gequetscht und gelesen. Hab ich schon die Hitze erwaehnt, so um die 38 Grad oder so??? Voll hart, ich war nur am schwitzen. Mein Raum war dann irgendwann fertig und ich hab mich schon total gefreut mich endlich
umziehen zu koennen um dann den einen freien Tag in Cairns auch nutzen zu koennen...
Ja toll, ich wohn mit drei Schweden, einem Franzosen und einer chinesin zusammen, waren natuerlich alle da und auch nich gewillt aus dem raum rauszugehen... Aber doch sind die sehr lustig drauf...
Egal, also umgezogen und los ans Wasser, zur Faehre, und mir so n Bootstrip geleistet und dann zu Green Island um dort zo schnorcheln. Aufm Weg hab ich dann noch zwei Amis kennengelernt und mit denen dann geschnnocrhcelt.. Das war total cool, so mit ganz vielen Fischen und Seesternen und so.. Ich freu mich total aufs tauchen morgen...

Dann zurueck, ab ins Hostel und dann den Shuttlebus vom Hostel zu dem Restaurant, wo wir unser Essen kriegen.. Von dort wieder zurueck ins Hostel und ab ins Inet und keiner is online, aber ich werds verkraften...
Zu Cairns: es ist heis, gross aber auch wieder mal keine Menschen auf der Strasse. Die Stadt hat auch nur 1500 einwohner, hab ich gelesen..Das glaub ich aber nicht.
Was aber echt toll hier ist, dass man hier so viele Moeglichkeiten hat, mit den Helikopters durch die gegend fliegen oder tauchen, schnorcheln und abends kann man hier auch weggehen und auf die Berge fahren, die das hier alles auch wieder total schoen machen, man kann fuer 6 Tage im Bush verschwinden, wo man dann wirklich alles an Wildnis auf einem haufen hat, man kann durch die Wueste fahren und ein Museum haben die hier auch,... Haett man hier Geld und Zeit, koennt man eigentlich die ganze Zeit in Cairns bleiben, aber will man ja auch nicht...
So, das war mein erster Tag, ich hoffe, irgendjemand kriegt mit, dass ich n neuen Eintrag habe...
Bin aber n bisschen einsam...
Egal!! MORGEN GEHTS AUFS BOOT und fotos kommen, wenn ich wieder in Sydney bin.
Meine Schreibweise moechte ich entschuldigen lassen, ich sitz hier an ner australischen tastatur..
Fuehlt euch alle geknutscht...

12.11.06

Das Wochenende, viel zu tun

Das Wochenende startete schon ziemliche stressig.
Freitag hab ich wieder einmal viel gearbeitet und bin dann in die Stadt und hab mich mit Katja getroffen. Das Wetter war den ganzen Tag über sehr schön, doch nachdem wir uns eine Flasche Passion Pop gekauft hatten, fing es an zu regnen.
Wir waren beide ein wenig deprimiert, denn alle, inklusive der Soldaten von letzter Woche, haben uns abgesagt.
Naja, wir waren unterwegs, im Regen auf der Suche nach Party. Wir fanden sie dort, wo ich das letztes Wochenende mit Susi war, im Brooklyn Hotel. So gingen wir dorthin und unterhielten uns noch ein wenig über die Türsteher, die uns ziemlich abschreckten mit ihrem: Wir mögen Hitler, er hat die Juden umgebracht. Das war wirklich unangemessen.
Die Soldaten kamen dann doch noch und wir tranken und tanzten und tranken und unterhielten uns ziemlich viel. Es war sehr lustig und Katja und ich hatten eine Menge Spaß! Um 2 sind wir ca dann die Jungs zum Auto bringen gegangen, die dann noch so nett waren uns nach Hause zu fahren. Echt total lieb, denn Katja wohnt schon n Stückchen weit weg, und sie haben sich auch verfahren, weil sie nicht auf mich gehört haben..
Aber sie hatten das The Used album, dass ich seit Ewigkeiten nicht mehr hören konnte, denn wir haben das bei Itunes gekauft und jetzt haben es zuviele Leute, dass es bei mir gesperrt ist. Ich war glücklich.
Der nächste tag begann sehr früh und mit Arbeit. Denn meine Gasteltern haben den Camper abgeholt, den sie bei einer Charity für eine Woche gewonnen hatten. Ich habe auf die Kleine aufgepasst und wir Aupairs waren eigentlich zum Strand verabredet und wieder haben einige abgesagt. ich war schon ein wenig frustriert und sauer, denn ich bin nicht mehr so lange hier und jetzt, wo das Wetter besser wird, kann man auch wirklich was machen und nicht nur zuhause sitzen!
Die Kleine hat aber gemerkt, dass ich nicht so gut drauf war, und war total lieb mit mir und hat auch nicht wie die Tage davor in die Unterhose gekackt.
Dann hatten wir auf einmal einen Stromausfall. Ich wusste schon, dass manchmal die Sicherung rausfliegen kann, aber diesmal ist die Hauptsicherung rausgeflogen und egal, wie ich versuchte, das zu reparieren, es funktionierte nicht. Ich war ziemlich im Stress, denn mein Guthaben war so gut wie leer und ich musste dann meine Gasteltern anrufen, die 2 1/2 statt 1 Stunde gebraucht haben und dann war ich ja auch noch verabredet zum Strand und dann noch die Kleine. Es war wirklich eine Herausforderung, die ich wirklich gut gemeistert habe... Priorität: die Kleine!
Jedenfalls sind dann meine Gasteltern irgendwann weggefahren und ich war zuhause, musste Dates klären, den Rest aufräumen, meine Sachen für Cairns klären und dann gings für mich auch schon los, mich mit Katja treffen.
Zusammen sind wir an den Strand gefahren und haben uns dort mit Uta und Sabrina getroffen, plus den Amerikanern, die wir vor 3 Monaten mal kennenlernten, und haben dort am Strand gelegen und ein wenig gefaulenzt. Die anderen sind dann echt schnell abgedüst und wir trafen uns um 6 mit Susi in der Stadt. Wir fuhren zu mir, haben wir Katjas Haare gefärbt und sind dann wieder los. Wieder auf der Suche nach guter Musik und wir fanden den nächsten Club. Die Sidebar. Da war Mexikonight und alle rannten mit so riesen Sombreros durch die Gegend. Janina stieß dann auch noch zu uns und um 3 wurde wieder der Club geschlossen und Katja, Janina und ich sind zu mir und haben in meinem Zimmer übernachtet! Lustig war die Kakerlake, die über Janinas Bett hing, die ich dann aus Versehen runtergehauen habe, aber sie leider nicht umgebracht habe..
Am nächsten Morgen (nach 3 Std Schlaf) bin ich aufgestanden und hab ein wenig entspannt, bis dann die anderen aufstanden und dann haben wir erst einmal fett gefrühstückt, mit Avocadocreme (das Rezept von Yasmin) und Ei und allem drum und dran.
Das Wetter war wieder mal hinreißend, aber doch ziemlich windig, und wir wollten eigentlich an den Strand und den Bondiwalk machen, hat aber doch nicht so geklappt. Also sind wir in die Stadt und der unschuldige Blick nach Bikinis entwickelte sich zu einer Shoppingtour. Man ich bin ein Girliegirl geworden.. Aber war sehr lsutig, die Mädels haben sich Hüte gekauft und ich mir halt den Bikini, den ich wirklich total cool finde.
Irgendwann war es dann auch wieder 6 Uhr und ich bin nach Hause, hab meine Cairns Sachen gepackt, das Haus soweit klargemacht und dann hab ich versucht zu schlafen, was auch nicht so geklappt hat....
Fotos kommen noch, ich finde meine blöde Speicherkarte nicht...

7.11.06

Achtung!!!

Nachtrag: Wir haben den melbourne Cup nicht verpasst, das Rennen, was wir gesehen haben, was um die 30 Sekunden ging, das war der Melbourne Cup! Und dafür machen die sich alle so schick und hören auf zu arbeiten (Ok das Saufen danach ist auch ganz wichtig, hab ich erfahren).
Das ist australische Kultur!!!

Der Melbourne Cup... und wir waren fast dabei

Heute war das Größte und Beste und DAS EREIGNIS in Australien: Der Malbourne Cup. Mein gastvater sagte, dass es der einzige Feiertag ist, wo alle arbeiten müssten, eigentlich.
Aber in Wirklichkeit sitzen alle vorm Fernseher oder sind live dabei, wenn sich hunderte von Pferden ein Rennen liefern.
Zuerst dachte ich, dass der Melbourne Cup für die Aussis ne Ausrede ist auch tagsüber total schick durch die Gegen zu laufen, sich zu teure Hüte zu kaufen und ab 1 nachmittags schon zu betrinken, aber weit gefehlt.
Die gehen wirklich total auf das Pferderennen ab. Faszinierend.
Meine Gastmutter wurde zum Melbourne Cup eingeladen, und hat sich auch dementsprechend schick gemacht.
Wir Aupairs wollten das Spektakel auch miterleben, in einem Pub, denn wenn man nicht live dabei ist, ist dort am besten die Stimmung zu spüren.
Also trafen wir uns, Susi, Katja und ich, um 2 in Balmain, denn mir wurde gesagt, dass das ca um 2 oder 3 anfängt, natürlich mit Sonia und Hugo, war ja während der Arbeitszeiten, und gingen in einen Pub. Da wo Kinder hindurften im Pub, dass war alles reserviert und da wo wir Platz hätten, durften keine Kinder hin.
Wir stellten fest, dass das Rennen schon längst im Gange war.
In dem nächsten Café wurde ein riesiges Zelt aufgebaut und dort drin war auch alles reserviert, aber wir haben vor dem Zelt noch Platz gefunden. Also saßen wir draußen und unterhielten und und guckten den Kindern beim spielen zu, während die im Zelt auf einmal total euphorisch anfingen rumzuschreien. Das letzte Rennen war gestartet. Aber da wir nicht so wirklich an Pferderennen interessiert waren, eher an den Leuten, die da sich da so freuten oder auch nicht, war das alles nicht ganz soooo aufregend.
Aber war schon interessant wieviele Menschen echt schick angezogen waren und dann solche Gefühlsausbrüche hatten und wir haben uns mit unseren Kindern auch amüsiert! Also waren alle glücklich, also fast alle!

6.11.06

Freitag, Samstag, Sonntag

So, meine letzten Tage sahen wie folgt aus:
Freitag hab ich wieder 11 std gearbeitet, und dann sollte ich bei den Nachbarn arbeiten. Da mein Gastvater noch Pizza abgeholt hat, wurde das alles mit der Zeit ziemlich knapp, also haben wir uns bei den Nachbarn hingesetzt und dort gegessen, während die ausgegangen sind. Fand ich persönlich sehr merkwürdig, scheint aber hier total ok zu sein.
Um 12 war ich dann fertig und ich wollt noch in die Stadt, aber das war dann doch zu spät und so setzte ich mich mitten auf die Straße und schaute ein wenig auf die Anzacbridge und das war total merkwürdig, dass du dich in Sydney mitten auf die Straße setzen kannst und kein Schwein unterwegs ist und du siehst und hörst das Zentrum, die Feuerwehrautos, die anderen Leute und den Dampf und Musik und so weiter. War n ganz komisches Gefühl so weit weg und doch total nah zu sein.
Samstag haben meine Gastfamilie und ich einen tagesausflug gemacht, wir sind zum Bondibeach gefahren und von dort aus in einer Open-Air Austellung gewesen. Das ging direkt an der Küste entlang und die Skulpuren waren auf den Felsen, das hatte schon was.
Es war bloß wirklich windig und nass. Also echt nicht schön, also sind wir noch in ein Nobelimbiss gegangen und dort haben wir lecker gegessen. Amüsant war das chinesische Pärchen, die sich da in dem Ding, was wirklich wie ein Restaurant aussah, Toast, Obst und Gemüse ausgepackt hat und dort erstmal gegessen haben. Fand ich total dreist, aber solang ich sowas nicht mache...
Zurück in Balmain angekommen haben wir erstmal alle ne Pause gemacht und dann kam die Susi vorbei, wir aßen und gingen in die Stadt. Wir wollten uns eigentlich mit den Leuten treffen, die wir letzte Woche in Kiama kennengelernt haben, aber die haben sich leider in Sydney verfahren und haben so die Georgestreet nicht finden können (was eigentlich unglaublich ist), da wo wir waren.
Ganz unetschlossen und eigentlich schon in Gedanken wieder zuhause im warmen Bett gingen wir in The Rocks in den ältesten Pub, da gabs nämlich eine Liveband. Doch irgendwie fanden die Leute in dem kleinen Pub das nicht so interessant, die haben Rugby geguckt, Australien gegen England. Australien hat verloren:-( Dort haben wir jedenfalls Leute kennengelernt, die in der australischen Armee sind, der eine hatte Geburtstag und hat sich von seinen Leuten alles ausgeben lassen. Auch ganz merkwürdig.
Wir Aupairs hatten ja immernoch nicht den Ultimativen Platz zum Party machen gefunden und so dachten wir, da das Geburtstagskind in Sydney lebt, dass der Ahnung hat. Hatte er auch nicht, aber wir sind dann an einer Bar-Pub-Disko vorbeigelaufen und sind rein und haben bis 2 getanzt. War sehr lustig und diesmal auch keine Housemusik. Toll. Also Brooklyn Hotel kann man nur empfehlen.
Es war immernoch kalt und regnerisch und trotzdem sind die Mädels (total am frieren) in ihren dünnen Kleidchen und High-heels durch die gegend gewatschelt. Wieso die nicht alle krank werden und ich schon zum 2.mal krank bin hier, versteh ich auch nicht.
Sonntag hab ich dann bis 10 geschlafen und um 3 haben Susi, Katja und ich uns in der Stadt getroffen. Auch wenn das Wetter nicht besser war als davor (eher schlechter) wollten wir nicht Zuhause rumsitzen und sind dann in der Stadt auf und ab gelaufen, auf der Suche nach irgendwas. Mc Donalds war dann der Ort den wir fanden (ich weiß deprimierend, aber was solls) und dann wollten wir zur Motorshow, die hat aber sehr viel Eintritt gekostet, dann wollten wir ins Imax, dass ist aber 4mal so teuer wie in berlin und dann sind wir in ein Café gegangen, haben etwas getrunken und sind dann durch Wind und Regen wieder nach Hause.
Ja und heut hab ich mir meine Haare blauschwarz gemacht.. ich finds ganz ok, nicht umwerfend, aber ich wollt es unbedingt ausprobieren. Mal gucken, für wie lange meine Haare so bleiben

Denk an euch, grad bei dem Wetter, ich glaub ihr habt auch nicht viel besseres, aber wenigstens auch nicht viel schlechteres...